Zwischen weiten Wiesen, alten Baumalleen und liebevoll gestalteten Parks entfaltet sich eine einzigartige Kulturlandschaft, die zum Verweilen, Entdecken und Genießen einlädt. Ob beim Spaziergang durch prächtige Rhododendronanlagen, einer Radtour entlang idyllischer Wasserläufe oder beim Genuss regionaler Köstlichkeiten – im Ammerland wird jede Begegnung mit der Natur zum besonderen Erlebnis.
Entdecken Sie die Ammerländer Parklandschaft auf eine ganz besondere Weise: An 27 Hörstationen laden spannende Geschichten zum Verweilen und Zuhören ein. Erfahren Sie mehr über den berühmten Zwischenahner Riesenwels, der weltweit Schlagzeilen machte, oder über die mutigen Ammerländer Bauern, die ihr Land verteidigten. Jede Station bietet einen faszinierenden Einblick in die reiche Historie der Region.
Hinfahren und Reinhören
Von Westerstede bis zum Zwischenahner Meer – die Hörstationen bieten einzigartige Geschichten direkt vor Ort. Lassen Sie sich von der Vergangenheit inspirieren und erleben Sie die Ammerländer Parklandschaft akustisch!
Hier erfahren Sie einige faszinierenden Dinge, die Sie wahrscheinlich nicht im idyllischen Ammerland vermutet hätten. Vielleicht klingen die Geschichten kurios, aber interessant sind sie auf jeden Fall.
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Es ist ein schier unendlich langer Weg (rund 6.000 Kilometer) von den rund 1000 Meter tiefen Laichgründen in der Sargassosee vor dem Golf von Mexiko bis in die Reusen der Fischer vom Zwischenahner Meer. Drei Jahre sind die Aale dank des Golfstroms unterwegs, bis sie ihnen schließlich ins Netz gehen und in den Räucheröfen zu jener Delikatesse verarbeitet werden, die schon Generationen von Feinschmeckern begeistert hat. Diejenigen Aale, die nicht gefangen werden, machen sich zum Lebensende auf den Weg zurück zum Geburtsort.
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Siezen? Aber nicht doch! Wer auf dem Marktplatz von Westerstede zur förmlichen Anrede greift, macht etwas falsch. 2003 wurde das Areal zwischen Rathaus und St. Petri Kirche, dem 900 Jahre alten Wahrzeichen, offiziell in einen Duz-Platz umgewandelt. Die Idee, ausgebrütet vom Finanzbeamten Mischa Braun, stieß bei Stadtoberen und Bevölkerung auf Begeisterung und wurde sofort umgesetzt.
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Sie sind das Markenzeichen des ZDF – der nimmersatte Anton, der fleißige Berti, der musische Conni, der schlaue Det, der schelmische Edi und das sportliche Fritzchen. Besser bekannt ist das lustige Sextett unter dem Namen Mainzelmännchen. Entwickelt wurden sie 1962 von Wolf Gerlach, einem Zeichner, Bühnenbildner, Bastler und Kunsthandwerker. Über 20 Jahre lebte der Künstler mit seiner Familie bis zu seinem Tod im Jahre 2012 in Bad Zwischenahn.
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Napoleon Bonaparte zeichnet verantwortlich für eine der bekanntesten kulinarischen Spezialitäten des Ammerlands. Im Jahr 1810 erweiterte der Franzose die Kontinentalsperre gegen England auf die deutsche Küste. Damit unterband er unter anderem den Export der damals bei den Fürsten beliebten englischen „Turtle Soup“ ins Ammerland. Aber die ammerschen Köchinnen und Köche fanden schnell Ersatz. Statt Schildkröten wanderte zartes Kalbsfleisch in den Kochtopf – und die „Mock-Turtle“, übersetzt „nachgemachte Schildkröte“, war geboren.
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Sogar Reporter der „New York Times” waren da, um den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, als Ende der Siebziger Jahre die Geschichte vom mindestens 3,50 Meter langen Riesenwels aus dem Zwischenahner Meer um die Welt ging. Wirklich gesehen hat den Fisch allerdings nur der damalige Wasserschutzpolizist Peter Grünke. Trotzdem: Die Geschichte ist geblieben und auf dem Bad Zwischenahner Marktplatz erinnert eine Bronzestatue an die ammerländische Variante von „Nessy“.