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Wanderregion Ammerland

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Tour 03: Neuenburger Urwald



1654 stellte Graf Anton Günter von Oldenburg den Wald unter seinen Schutz, weshalb etliche Eichen und Buchen, die der mittelalterlichen Forstwirtschaft noch entgangen waren, zu Riesen emporwachsen konnten. In diesem Urwald liegt auch ein aufwendig angelegtes Waldbad und es besteht Anschluss an zwei lokale Wanderwege. Am Ortseingang Neuenburgs lädt ein gemütlicher Urwaldhof zur Rast ein.

Die Route führt auf langen meist asphaltierten Strecken durch weites Weideland und lockt somit den durchzugsfreudigen wie auch den gemütlichen Radler. Im Süden durchquert man den Linsweger Wald auf einigen Ziegelwegen, im Norden den Neuenburger Urwald - die botanische Besonderheit eines seit dem 17. Jh. weitgehend sich selbst überlassenen Waldes: 1654 stellte Graf Anton Günter von Oldenburg den Wald unter seinen Schutz, weshalb etliche Eichen und Buchen, die der mittelalterlichen Forstwirtschaft noch entgangen waren, zu Riesen emporwachsen konnten. In diesem Urwald liegt auch ein aufwendig angelegtes Waldbad und es besteht Anschluss an zwei lokale Wanderwege. Am Ortseingang Neuenburgs lädt ein gemütlicher Urwaldhof zur Rast ein.

Die Attraktionen Neuenburgs liegen direkt an der Strecke: das umgräftete Neuenburger Schloss mit kleinem Park, das seine baulichen Parallelen bei den vielen friesischen Häuptlingsburgen hat - wie diese zum Wohnschloss umgebaut, nachdem die Epoche wehrhafter Burgen vorbei war. Es sind auch noch Teile der Umwallung vorhanden. Dem Schlosspark angeschlossen liegt der sehr schön gestaltete Museumshof ,,Rauchkate", der neben Bauernhaupthaus mehrere landwirtschaftliche Funktionsbauten zeigt. Die westliche wie östliche Teilstrecke der Tour führt auf längeren Straßenabschnitten durch grünes Weideland, nur dünn mit Höfen besiedelt. Am östlichen Ende des Linsweger Waldabschnittes passiert man den größten Rhododendronpark (Hobbie) in Deutschland, während man auf der westlichen Teilstrecke in Astederfeld durch ein einladendes Seengebiet fährt, an dem sich auch ein Campingplatz angesiedelt hat.

Insgesamt führt die Tour durch und um vergessenes altes Johanniterland, gespickt mit Klosterhöfen: Von speziellem Interesse ist die erhaltene Turmhügelanlage der Burg beim einst zugehörigen Klosterhof Lindern, die zu einem ­Abstecher bei Grabstede einlädt - im Wald muss man allerdings seinen Weg dorthin finden. Der regionale Hauptsitz des Ordens lag beim Klosterhof Bredehorn auf Höhe von Hoheliet auf der Weststrecke. Der Klosterhof Jührden ist von Osten über einen schönen Waldweg erreichbar: hier hat sich Gastronomie und ein Swingolfplatz etabliert. Kurz östlich von Grabstede findet sich auch noch der Klosterhof Grabhorn.

Westerstede gibt die hübsche und sehr bewohnenswerte kleine Schwester von Oldenburg ab: Die Straßen sind gespickt mit schönen Bürgerhäusern, besonders aus den Jahrzehnten um 1900.  Die gemütliche Fußgängerzone mit dem historischen Marktplatz , den vielen Geschäften und gastronomischen Betrieben lädt zum Verweilen und Einkaufen ein.

Die Innenstadt mit dem Stadtpark Thalenweide verwandelt sich ab dem Frühjahr jeden Jahres in eine wahre Blumenstadt. Nicht zuletzt deshalb erhielt Westerstede am 24.10.2010 im italienischen Cervia an der Adria als Vertreter für Deutschland die Goldmedaille im ­Europäischen Wett­bewerb ,,Entente Florale - Unsere Stadt blüht auf ". Es lohnt auf jeden Fall auch der Blick auf den alten märchenhaften Bahnhof, ein verspieltes Produkt der Historienliebe der letzten Kaiserzeit.

Aber das Wahrzeichen der Stadt ist die beeindruckende St.-Petri-Kirche, deren mächtiger, 48 m hoher Turm über der Fußgängerzone wacht. Der typisch ammerländische Landschaftsraum am Südrand der Stadt Westerstede wurde zu einem Natur- und Erlebnispark mit dem ,,Garten der Jahreszeiten", vielen Wander­wegen und Nordic-Walking-Strecken erschlossen.


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Streckenlänge

53.7 km

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