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Eine Radroute für Langstreckenradler: lange gerade Streckenabschnitte führen entlang der Fehnkanäle und durch Wallheckenlandschaften. Hinzu kommen besondere landschaftliche Schönheiten, die für interessante Unterbrechungen sorgen. Hier ist vor allem der lange Streckenabschnitt entlang des Nordgeorgsfehnkanals zwischen Remels und Wiesmoor, aber auch südlich von Remels zu nennen.

Wiesmoor ist eines der spätesten Siedlungsergebnisse der Fehnkolonisation: Der Ort entstand erst um 1900 durch Aufsiedlung des Moores im Zuge einer industriellen Torfproduktion für das örtliche Torfkraftwerk. Davon profitierte auch die Blumenzucht, weshalb der Ort sich heute Blumenstadt nennt, und die Blumenhalle, an der man vorbeiradelt, das Wahrzeichen der Stadt ist. Dort befindet sich auch das Siedlungs- und Torfmuseum mit maßgeblichen Informationen zum Wesen der Fehnkolonisation. Gewissen Wohlstand erlangte man hier erst gegen 1900 dank gestiegener technischer Möglichkeiten im Land- und Wasserbau. Hier umfährt man auch das Ottermeer, einen künstlichen Moorsee, der auch über einen Badestrand verfügt.

Zwischen Neufirrel und Großoldendorf durchfährt man den Hollesand, ein von deutlich wahrnehmbaren Binnendünen durchzogenes Waldstück, das der Legende nach ein Hexentanzplatz war. Bei Großoldendorf passiert man die hiesige Mühle von 1887, heute abseits der modernen Mühlenanlage. Remels wartet ebenfalls mit seiner gut gepflegten Windmühle von 1803 und außerdem mit der sehenswerten Pfarrkirche St. Martin auf: Ein beeindruckender Granitquaderbau aus dem 13. Jahrhundert, der einst Kern einer schon älteren Wehranlage gegen das gräfliche Oldenburg war: Remels war Hauptort der freien Friesengemeinde Uplengen, und deshalb finden sich auch Halseisen und Prangerpodest des einstigen Sendgerichts an der Kirche.

In Kleinhollen und Bokelermoor durchfährt man typisches Wallhecken-Weidengebiet und passiert in Vreschen-Bokel die kleine Pfarrkirche von 1456, deren originale Gewölbe noch erhalten sind. Ein besonderer Genuss ist die Fahrt entlang des kurvigen Aper Tiefs, wo man von einem Aussichtsturm aus einen besonders guten Blick auf die eingedeichte Niederung hat, die von zahlreichen Altarmen durchsetzt ist.

An der Hengstforder Windmühle wechselt man auf den Straßenradweg. Beim Bahnübergang in Apen fährt man am ehemaligen Standort der Festung Apen vorbei, heute ein privates, unzugängliches Grüngelände, in dem noch die Reste der Wassergräben vorhanden sind. Die Festung sicherte einst die Grenze der Grafschaft Oldenburg gegen Friesland. Im Ort ist vor allem die Pfarrkirche St. Nikolai aus dem 13. Jh. sehenswert: Ihr schöner Glockenturm stammt von 1474 und birgt eine Glocke von ca. 1350 - die schon im Vorgängerturm hing und übernommen worden ist. Das Kirchenschiff verfügt noch über die originalen Gewölbe, und die Seitenwände zeigen deutliche Spuren diverser Veränderungen, wobei auch die Fenster zum Teil deutlich vergrößert wurden. Außerdem gibt es in der Nachbarschaft ein Schinkenmuseum zu erkunden - Apen ist ein wahrer Vorposten des Ammerlandes! Zwischen Apen und Remels durchquert man wieder Wallheckengebiet, unterbrochen durch die schmalen Streifenäcker zu Seiten von Augustfehner Kanal und den Stapeler Hauptvorfluter.


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Streckenlänge

66.2 km

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