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Wanderregion Ammerland

16 Wander- und Spazierwege führen durch die Parklandschaft

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Tour 12: Von Schloss zu Schloss



Rastede kann als eine Urlaubsperle im Ammerland gelten: reich an Urlaubsquartieren, Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten, geschichtsträchtigen Baudenkmälern und schmucken Bürgerhäusern und zudem ein wunderschöner Schlosspark, der zum Besuch einlädt. Die Flaniermeile entlang der Hauptstraße dieses schönen Städtchens mit seinen Bürgerhäusern von Klassizismus bis frühes 20. Jahrhundert ist auf keinen Fall zu unterschätzen. Ältestes Baudenkmal ist die Pfarrkirche St. Ulrich am Schlosspark: Sie stammt aus dem 11. Jh. und weist eine sehenswert reiche Innenausstattung auf. Unter dem Chor befindet sich eine Krypta - eines der ältesten Denkmäler des Ammerlandes. Hier steht der reliefgeschmückte Sarkophag der Prinzessin Sophie Eleonore von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck (+1744).

Zum Schloss, das auch heute noch in Privatbesitz ist: In diesem Bereich befand sich einst das namhafte, 1091 gegründete Rasteder Kloster, aus dem der Oldenburger Sachsenspiegel stammt (heute in der Landesbibliothek zu Oldenburg). Nach der Reformation ersetzte 1643 zunächst ein Jagdschloss das Abtshaus und ein ,,Lustgarten" entstand. 1756 entstand ein barockes Schloss im niederländischen Stil mit französischem Garten; und 1777 erwarb der spätere Herzog Peter Friedrich Ludwig das Anwesen zur Schaffung einer Sommerresidenz mit englischem Park. Ab 1816 entstand schließlich der heutige klassizistische Bau - der bedeutendste des Ammerlandes. Ein besonderer Genuss ist der Besuch des weitläufigen Schlossparks, teils aus großen Wiesenflächen mit See, teils aus sehr wegereichem Wald.

Durch den Schlosspark und den Hankhauser Wald führt der waldreiche sehr grüne Ostteil der Route, der im Süden an den Bornhorster Seen vorbei, durch die Niederungswiesen der Hunte und an der für die Seeschiffe ausgebauten Hunte entlang führt. In Barghorn passiert man das klassizistische Gut Barghorn und kann auch ein Bauernhaus von 1796 an der Ringstraße / Schwarzer Weg sehen. In Loy kann man einen Abstecher zum Gutshaus Osterberg von 1760 (Feuerwehrschule) machen, wo in alter Zeit die Osterfeuer entzündet wurden, und zum Gut Loy, das aus einem Lehnshof des Klosters Rastede aus dem 14. Jh. hervorgegangen ist.
Die Bornhorster Seen und ihre Umgebung sind seit Jahrzehnten als eine erstklassige Naherholungsadresse zum Spazieren, Baden und Surfen/Segeln zu nennen. Ein eigenes Naturerlebnis ist die Fahrt durch die Hunteniederung und auf dem Huntedeich, der von frei laufenden Schafen beweidet wird. Beeindruckend erhebt sich darüber hinweg die 441 m lange und über 30 m hohe Brücke der A 29, gleichsam als überdimensionierter Nachfolger der alten Friesischen Heerstraße, die weiter westlich die Hunte passierte, wo die Ringwallburg ,,Heidenwall" am Südufer wachte (Abzweig des Hemmelsbäker Kanals). Ein weiteres modernes Baudenkmal ist die Rollklappbrücke von 1954, die mit ihren 80 m Überspannung über die Hafen-Hunte die größte ihrer Art in Europa ist.

Die Umrundung des historischen Stadtkerns von Oldenburg verläuft entlang der ehemaligen Stadt­befestigung. Kulturelle Ziele erster Wahl sind natürlich das Oldenburger Schloss, das im 17. Jh. eine Burganlage ersetzte und heute das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte beherbergt, das Museum für Natur und Mensch am Damm, die Gemäldegalerien im Prinzenpalais und Augusteum aus dem 19. Jh. sowie das Horst Janssen Museum. Die Lambertikirche stammt im Kern aus dem 14. Jh., ist im 17. Jh. jedoch erneuert worden und ­beherbergt die Grabbilder des Grafen Anton I. und der Gräfin Sophia. Der Westteil der Route führt innerhalb der Stadt am Gertrudenfriedhof vorbei, wo der Klassizismus auch für die ,,Behausung" der Toten sehr eindrucksvoll zur Anwendung gekommen ist.

Der ländliche Teil der Westroute führt durch sehr schöne Weidengebiete mit Wallhecken, die besonders die Region um Bokel, in Borbeckerfeld und Heidkamperfeld prägen. Ganz im Norden passiert man die interessante Ringwallanlage ,,Bokeler Burg". Im Mittelalter diente der Schutz- und Versammlungsplatz auch zur Abhaltung von Gerichten, zunächst für den gesamten Ammergau, später für die Vogtei Rastede-Wiefelstede. Dort wurde das ammersche Recht ausgehandelt, das noch bis ins 17. Jahrhundert eigens für die Ammerländer galt und von den Oldenburger Grafen bestätigt wurde.


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Streckenlänge

48.5 km

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